Affori, unsere Nachbarschaft

Das ÖkoHotel La Residenza befindet sich im Stadtteil Affori. Affori war einmal eine eigenständige Gemeinde mit über 20.000 Einwohnern, wurde jedoch 1923 nach Mailand eingemeindet. Zu dieser Zeit hatte es bereits eine eigene, jahrhundertelange Geschichte, deren Spuren noch heute zu sehen sind und die noch immer von den politisch-kulturellen Ereignissen, deren Protagonisten das Proletariat, die Arbeiterklasse und der Kampf um die Eroberung der bürgerlichen Verwaltung sind, zeugen.

Das älteste lebendige Wesen Afforis und gleichzeitig sein Wahrzeichen heißt uns willkommen: “la Pianta” – “die Pflanze”  (Via P. Rossi Ecke Via Affori), eine jahrhundertealte Rosskastanie und einzige Überlebende der Allee, die von der Villa Litta zur Comasina führte.

Seit 2012 ist Affori durch die U-Bahn-Linie MM3 mit dem Stadtzentrum verbunden.

Sehenswürdigkeiten:

– Die alte Poststation an der Straße nach Como, wo nicht nur die Pferde gewechselt wurden und so zu einer wohlverdienten Verschnaufpause kamen, sondern sich auch Reisende und Kutscher in der angrenzenden “Osteria Nova” stärkten. Auch der berühmte Schriftsteller Alessandro Manzoni kehrte häufig in diesem Gasthaus ein. Via Astesani Ecke Via Vincenzo da Seregno;

– der Wachturm an der Via Osculati, der seit dem 15. Jahrhundert die umliegenden Ländereien überblickt. Wer durch die mittelalterlichen Gassen spaziert, sieht den Turm aus einer ungewöhnlichen Perspektive;

– die Kirche Santa Giustina, wo man die “Madonna mit Kind vor dem Felsen” bewundern kann. Das Gemälde wird Bernardino Luini zugeschrieben und lässt klar den Einfluss von Leonardos Meisterwerk erkennen. Außerdem stehen in der Kirche zwei wunderschöne Altäre: der Hauptaltar und einer der beiden Nebenaltäre, Werk von Chierichetti.

– In der 1687 für den Marchese Corbella errichteten Villa Littatraf sich im 19. Jahrhundert der Kreis von Intellektuellen um Graf Trivulzio, dem neben Manzoni auch der Maler Hayez mit seinem Schüler Giuseppe Molteni und Graf Silva, ein großer Liebhaber des Italienischen Gartens, angehörten. Anfang des 20. Jahrhunderts ging das Eigentum der Villa auf die Provinz Mailand über. Heute gehört sie der Stadtgemeinde, die hier die Stadtteilsbibliothek und ein Bürgerzentrum untegebracht hat. Radwege und Spielplatz im Park: Der Park der Villa Litta befindet sich in der Nähe des Viale Affori und erstreckt sich über eine Fläche von 70.000 m². Ursprünglich entstand der Park in italienischem Stil, wurde aber später in einen englischen Garten mit weitläufigen Wiesen und Beeten umgewandelt. Im Park vorhandene Vegetation: Robinien, Maulbeerbäume, Ahornbäume, Pappeln, Kirschbäume, Buchen, Platanen;

– Die sog. Cascina dei Prati (“Wiesenhof”), das schönste Zeugnis aus den Zeiten, als Affori noch für seine bewässerten Wiesen bekannt war, die das Wasser aus kristallklaren Grundwasserquellen mit über das Jahr hinweg gleich bleibender Wassertemperatur bezogen. Diese Gewässer sind reich an Krebsen und Fröschen und stellten eine Attraktion für Generationen von Kindern dar, die sich den Sommer über hier ohne Vorschriften und Gefahrenquellen austoben konnten. (Via Assietta);

– Das Kunstmuseum Paolo Pini,  ebenfalls im Stadtteil Affori, ist ein Museum für zeitgenössische Kunst, in dem die Werke von 100 italienischen und internationalen Künstlern diverser Ausrichtungen ausgestellt sind. Öffnungszeiten: montags, mittwochs und donnerstags 10.00-12.00 Uhr und 14.00-16.30 Uhr, freitags 10.00-12.00 Uhr. Adresse: Via Ippocrate 45, 20161 Mailand. Tel. 02 64445325. Anfahrt: Bus Nr. 70, 52, 41 (Haltestelle Vincenzo da Seregno/Ecke Astesani – dann zu Fuß in die Via Novaro bis zur Kreuzung mit der Via Ippocrate) – Bahn: Bahnhof Affori.

– Der Parco Nord Milano(“Mailänder Nordpark”) ist ein ausgedehnter städtischer Park von rund 640 ha Größe mit über 20 km Rad- und Spazierwegen von Cinisello bis Bresso, einem sog. Lebensparcours, einer Radrennbahn, Spiel- und Bocciaplätzen. Der Park wurde unmittelbar nach dem Krieg auf dem ehemaligen Fabrikgeländer des Flugzeugherstellers Breda Aeronautica angelegt. In ihm wachsen schätzungsweise 100 verschiedene Arten von Bäumen, Sträuchern und Zierpflanzen. Entlang der abgelegeneren Wege kann man auf einige der Tiere treffen, die im Park leben, u.a. Kaninchen, Schildkröten, Enten (u.a. Stockenten), Eulen, Kauze und Füchse, Spechte, Teichhühner, Rotkehlchen, Kohlmeisen und Libellen. Von besonderem historischen und künstlerischen Interesse sind die Villa Torretta in Sesto San Giovanni und der Komplex der Villa Manzoni mit zugehörigem Park in Cormano.

Eine besondere Bedeutung in der Geschichte und für das Prestige Afforis hat die Musikkapelle von Affori, der Musikkorps Gaetano Donizetti. Im entfernten 1853 vereinte sich eine kleine Gruppen von Volksmusikliebhabern zur Gründung einer Musikkapelle, die den Namen “Filharmonische Gesellschaft” annahm. Der Musiker und Komponist Ravasini schrieb 1945 das berühmte Lied “Tamburo della Banda d’Affori” (“Trommel der Kapelle von Affori”), das zum Welterfolg wurde: Deshalb wurde dem Namen der Gruppe der Zusatz “Kapelle von Affori” verliehen. Die Kapelle nimmt regelmäßig an diversen bedeutenden musikalischen Veranstaltungen im In- und Ausland teil. Mit Beschluss des Mailänder Stadtrates vom 7. Dezember 1973 wurde der Kapelle der “Verdienstorden der Stadt Mailand” verliehen.

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