Ökologische und biodynamische Landwirtschaft

Definition und Vorteile der ökologischen und biodynamischen Landwirtschaft

 

Bei der ökologischen Landwirtschaft handelt es sich um ein Bewirtschaftungssystem, das die Gesundheit des Bodens, des Ökosystems und des Menschen fördert. Dieses System gründet auf ökologischen Prozessen der Biodiversität und der den örtlichen Verhältnissen angepassten Kreisläufe anstatt auf Inputs mit Gegenwirkungen. Die ökologische Landwirtschaft vereint Tradition, Innovation und Wissenschaft zum Nutzen der gemeinsamen Umwelt und zur Förderung korrekter Beziehungen und einer guten Lebensqualität für alle Betroffenen. – Definition der IFOAM (International Federation of Organic Agriculture Movements)

 

Ökologische Landwirtschaft ist die zertifizierte Herstellung von frischen und unverfälschten Produkten durch eine Art der Bewirtschaftung, die zum Schutz der Ressourcen der Natur, der Biodiversität, dem Wohlbefinden der Tiere beiträgt und die Entwicklung der ländlichen Gegenden fördert.
Ein mit Rohstoffen aus ökologischer Landwirtschaft hergestelltes Produkt ist frei von synthetischen Pestiziden und Düngemitteln und Antibiotika aus der Tierzucht: Es enthält nur natürliche Inhaltsstoffe und ist frei von künstlichen Aromen, Geschmacksverstärkern, Farb- und Süßstoffen.
Die ökologische Landwirtschaft ist die einzige Bewirtschaftungsart, die einer detaillierten Gesetzgebung unterliegt, welche bis in die kleinsten Einzelheiten festlegt, welche Produktionstechniken angewandt werden dürfen, damit naturbelassene Nahrungsmittel mit geringest möglicher Umweltbelastung und so wenig Leiden wie möglich für die gezüchteten Tiere entstehen, was zu einer höheren Qualität der mit dieser Technik erzeugten Produkte (ohne genetisch modifizierte Organismen) führt.
Die biodynamische Landwirtschaft folgt nicht nur denselben Kriterien wie die ökologische Landwirtschaft, sondern ist auch von den Mond-, Sternen- und Planetenphasen abhängig, die das Wachstum der Pflanzen auf natürliche Weise fördern.

 

Der Eingriff des Menschen beschränkt sich auf ein Mindestmaß, und der Boden wird mit aus demselben Betrieb stammenden “dynamisierten” Präparaten behandelt. Diese Präparate werden betriebsintern mit mineralischen, pflanzlichen und tierischen Elementen erzeugt und dienen der Erhöhung der Vitalität und der Widerstandsfähigkeit des Bodens durch Förderung des Aufnahmevermögens an all dem, was für eine optimale Entwicklung und für das Wachstum der Pflanze notwendig ist.

 

Organischer Abfall wird fachkundig mithilfe all dem, was als biodynamische Präparierung bekannt ist, in reichhaltigen Humus und Kompost verwandelt. Diese Präparierung stützt sich auf die Wirkungskraft von 6 bekannten Heilpflanzen: Kamille, Brennessel, Eichenrinde, Baldrian, Löwenzahn und Schafgarbe. Die spezifischen Eigenschaften dieser Pflanzen werden während eines einzigen Fermentationsprozesses potenziert und dazu in die Lage versetzt, dem Boden neues Leben zu verleihen. Einige der genannten Heilpflanzen erfordern diverses organisches Material wie Guanin, die als Katalysatoren für den erforderlichen Fermentationsprozess fungieren. Wenn dieser Humus fertig ist, wird er in kleinen Mengen der natürlichen Kompostierung zugegeben und kann so nach und nach seine Wirkung auf den Boden ausüben. Es handelt sich um Präparate, die die Zersetzung und die natürliche Humusbildung des Bodens steuern helfen und die Verfügbarkeit von Nährstoffen für die Pflanzen (Schwefel, Kaliumchlorid, Stickstoff, Calcium, Sliciumdioxid und Phosphor) erhöhen.

 

Die Ausrichtung zur Sonne und die Lage bei der Rotation werden bei jeder Pflanze genau beachtet, um optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen. Auch das Tierleben hat seinen Platz in diesen Wechselbeziehungen, sodass der Parasiten- und Krankheitsbefall der Pflanzen auf natürliche Art und Weise reduziert wird. Weitere biodynamische Präparate kommen zur Anregung und Harmonisierung des Pflanzenwachstums zur Anwendung. Diese beiden Präparate sind als “Hornmist”und “Hornkiesel” bekannt und üben eine entgegengesetzte Wirkung aus. “Hornmist” wird aus Rinderdung erzeugt, während es sich bei “Hornkiesel” um ein feingemahlenes Quarzpräparat handelt. Beide unterlaufen einen Fermentationsprozess in einem Kuhhorn. “Hornmist” wird gegen Abend vor der Aussaat direkt auf dem Boden versprüht und dient der Förderung des Wachstums der gesunden Pflanzenwurzeln und hilft ihnen dabei, leicht und effizient die Nährstoffe des Bodens aufzunehmen. “Hornkiesel” dagegen wird in den frühen Morgenstunden über die Felder versprüht. Das Präparat dient der Stabilisierung der Pflanzen und fördert die qualitative Entwicklung der Ernte.
Diese Methode verleiht dem Obst und Gemüse einen intensiveren Geschmack und bessere Nährwerte.
Sowohl bei der ökologischen als auch bei der biodynamischen Landwirtschaft betreibt man keine intensive Bewirtschaftung des Bodens, sondern respektiert die Zeiten der Natur. Dies hilft nicht nur dem Boden, sondern fördert auch kurze Produktionswege, was bedeutet, dass das Produkt direkt vom Erzeuger zum Verbraucher gelangt und auf die Vermittlung durch Dritte verzichtet wird.

 

Durch unsere Unterstützung der ökologischen und biodynamischen Landwirtschaft schützen wir die Landschaft, in der wir leben und fördern Produktions- und Vertriebssysteme, die ökologisch verantwortungsvoll und sozial gerecht sind.

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